Profil

Forschungsstark – International – Kooperativ

Spitzenforschung und innovative Lehre sind in der Fakultät für Chemie und Biochemie vereint. Wir zeichnen uns durch ein unverwechselbares Forschungsprofil, moderne Studienstrukturen im Bachelor-/Master-System und ein internationales Umfeld aus.

Die Fakultät ist eine von wenigen in Deutschland, die ihre Promotionsstudiengänge in einer Graduiertenschule internationalisiert hat (International Graduate School of Chemistry und Biochemistry - GSCB). Gestartet als durch den DAAD gefördertes Projekt nutzt die GSCB nun Synergien mit der RUB-Research School, die im Rahmen des Exzellenzwettbewerbs in Bochum etabliert wurde. (Themenschwerpunkt: Interfacial Systems Chemistry)

Profiliert und drittmittelstark

Interfacial Systems Chemistry (IFSC) :
Dieser interdisziplinäre Forschungsbereich reicht von kleinen hoch-reaktiven Molekülen bis hin zu komplexen biologischen Interaktionssystemen. Fachübergreifend arbeiten hier Forscher sowohl theoretisch als auch experimentell zusammen. Molekulare Systeme an Oberflächen und Grenzflächen mit aufsteigender Komplexität untersuchen wir unter Nutzung hochgenauer analytischer und theoretischer Methoden. In diesem Themenbereich sind zwei neue Forschergruppen (FOR 630) und (FOR 618) etabliert worden, die Forschungsschwerpunkte im Bereich der molekularen Beschreibung von Aggregation und intermolekularen Wechselwirkungen sowie der biologischen Funktion von Organometallverbindungen setzen. Die Graduiertenförderung INTCHEM, die einzige von der EU in dieser Ausschreibung im Fachgebiet Chemie geförderte „Marie Curie - Early Stage Training Site“, steht für „Non-Covalent Interactions in Chemistry and Biochemistry“. Mit dem Sonderforschungsbereich 558 (Heterogene Katalyse), der Beteiligung am SFB 459 (Formgedächtnistechnik), dem Materialforschungszentrum ICAMS (Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulations) und der International Max-Planck Research School SURMAT knüpfen wir an die Spitze der Materialforschung an.

Molekulare Biochemie:
Vernetzt mit der Biologie, der Medizin und dem Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund und eingebunden in den SFB 642, der sich mit GTP- und ATP abhängigen Membranprozessen beschäftigt, sowie in die International Graduate School of Neuroscience (IGSN) erforschen wir die Strukturen und Prozesse der biomolekularen Chemie.

Die Bochumer Chemie und Biochemie gehört mit diesen Schwerpunkten und den vielfältigen kooperativ geförderten Projekten in der Verbundforschung zur Spitzengruppe der drittmittelstärksten Fakultäten in Nordrhein-Westfalen.

Damit trägt unsere Fakultät maßgeblich zur Forschungsstärke der Ruhr-Universität Bochum bei. Als Campusuniversität und Ort der kurzen Wege bietet die RUB ideale Voraussetzungen für Kooperationen über Fächergrenzen hinweg.

In der Welt zuhause

International in Forschung und Lehre:
Das ist ein zusätzlicher Pluspunkt für Wissenschaftler und Studierende in Bochum. Als erste chemische Fakultät Deutschlands haben wir unsere Studiengänge auf das gestufte, international vergleichbare Bachelor-/Master-System umgestellt. Heute bieten wir sieben verschiedene Studiengänge und Abschlüsse an:

  • drei Bachelorstudiengänge
  • drei Masterstudiengänge und
  • einen strukturierten Promotionsstudiengang

Bereits jetzt kommen rund 14 Prozent unserer Studierenden aus dem Ausland, langfristiges Ziel ist ein Anteil von rund 20 Prozent.



Nachwuchs fördern und betreuen

Dem wissenschaftlichen Nachwuchs – Doktoranden, Juniorprofessoren, Habilitierten und Nachwuchsgruppen – bieten wir ideale Voraussetzungen für fachübergreifende und international ausgerichtete Forschung.

An der
Graduate School of Chemistry and Biochemstry (GSCB) – unserer fakultätsweiten Graduiertenschule – forschen 200 Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt. Beteiligt sind wir zudem an der International Graduate School of Neuroscience (IGSN) der Ruhr-Universität — der „offenen Fakultät“ für Doktoranden in Neurowissenschaften und Hirnforschung — sowie an der campusweiten Research School für Nachwuchsforscher aller Fakultäten und an der International Max Planck Research School for Surface and Interface Engineering in Advanced Materials (SURMAT) in Düsseldorf.

Pluspunkte dieser Graduiertenschulen sind

  • die strukturierte Promotion
  • eine optimale Betreuung
  • ein internationales Umfeld
  • durchgehend englischsprachige Kurse und Kolloquien
  • die Vermittlung von fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen („soft skills“)


Lebenslang lernen

Vernetzt durch eine Vielzahl an Kooperationen auf dem Campus und darüber hinaus sind wir auf allen Gebieten des „lebenslangen Lernens“ aktiv, zum Beispiel:

  • Alfried Krupp-Schülerlabor: Mit elf Chemie- und drei fachübergreifenden Projekten ist unsere Fakultät eine tragende Säule des „Mitmach-Labors“ für Schüler der Klassen 5 bis 13.
  • Schüler-Uni Bochum: Oberstufenschüler „studieren“ parallel zum Abitur, Leistungsnachweise werden ihnen im späteren Studium angerechnet.